Brüssels Bürokraten kassieren in der Krise

Wenn es um die eigenen Finanzen geht, ist der Chef der europäischen Exekutive weniger streng. Barroso möchte den EU-Etat für das kommende Jahr kräftig aufstocken, um 6,8 Prozent auf 138 Milliarden Euro. Andernfalls könne er die geplanten Wachstumsprogramme nicht bezahlen. Doch Barroso braucht die Milliarden nicht nur für die Krisenbekämpfung. Er muss auch seinen Verwaltungsapparat am Laufen halten. Und die EU-Beamten sind nicht billig. Sie werden ausgesprochen gut bezahlt und genießen dazu weitreichende Privilegien – Zulagen, freie Tage, Fortbildungsansprüche. Privilegien, die knallhart verteidigt werden.

 

Zwar verhandeln Kommission, Europaparlament und Nationalregierungen derzeit über eine Reform des EU-Beamtenstatuts. So soll die Wochenarbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden angehoben werden. Doch darüber hinaus sieht es nicht danach aus, als sei man in Brüssel zu größeren Einschnitten bereit. Die Bundesregierung sei vom “Einsparvolumen der Reformvorschläge enttäuscht und wünscht sich erhebliche Nachbesserungen”, heißt es aus dem für das Beamtenrecht zuständigen Bundesinnenministerium gegenüber SPIEGEL ONLINE.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-beamte-muessen-auch-in-der-schuldenkrise-nicht-sparen-a-847459.html

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